Agenda

Service Public: Commmunication Summit 12

Service Public im digitalen Zeitalter: Communications Summit 2012 von ZPV und ZPRG in der ETH, Dienstag, 7.2.12, 18 Uhr  Mehr»

C’est la vie

Pressebilder seit 1940 - im Landesmuseum Zürich 11.1. bis 22.4.2012 Mehr»

Juli 2006
M D M D F S S
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31EC

Züritipp: Vom Journalismus zum Content-Abfüllen

Kinogänger und geübte Tagi-Leser haben sich längst mit den nicht immer nachvollziehbaren Rezensionen der TA-Filmredaktion arrangiert: Verreisst der Tagi einen Film, gehen sie ihn sich anschauen, da er spannend sein dürfte; lobt der Tagi einen Film, bleiben sie dem Kino fern, da es garantiert langweilig wird. Dieses System funktioniert für die Filmliebhaber unter den Tagi-Lesern seit 20 Jahren bestens. Nicht länger damit abfinden mag sich jedoch die Chefredaktion, wie die Konkurrenz von der Falkenstrasse vermeldet. Die Chefredaktion greift mit einem denkbar einfachen Mittel ein, das in seiner Radikalität aber einer Kapitulation nahekommt: Im Züritipp sollen die Filmkurzbeschriebe keine Kritik mehr beinhalten, sondern nur noch reine Inhaltszusammenfassung liefern. Leider ist es in diesem Zusammenhang zur Entlassung der profilierten Autorenfilm-Expertin Nicole Hess gekommen. Die Hälfte der TA-Redaktion protestiert mittels Petition dagegen. (pv.ch)

Erfasst von admin am 30. Juli 2006

Der Tagi, das Regionalblatt

Der Tamedia-Verwaltungsrat setzt seine ganzen Mittel (und Hoffnungen) auf die Regionalsplits. Dem fällt nun auch die überfällige modernisierte Gestaltung sowie die erneuerte Bundabfolge zum Opfer. Wie die NZZaS berichtet, wird das fertig entworfene, neue Layout schubladisiert. (pv.ch)

Erfasst von admin am 30. Juli 2006

«Blick»-Kolumnist wird Mister/Miss Street Parade küren

Auf der Tele-Züri-Bühne an der Street Parade am 12. August agieren 4 bekannte Gesichter: «Swiss Date»-Moderator Joël Gilgen, Tele-Bärn-Moderatorin und Ex-Miss-Schweiz Tanja Gutmann, Radio-24-Mann Pea Weber sowie Stil-Papst und Fashion-Fish-Moderator Clifford Lilley. Zusammen küren sie aus Tausenden aktiven Parade-Teilnehmern eine Miss Street Parade und ihr männliches Pendant. Der gebürtige Südafrikaner Lilley – seit Jahren in Zürich, «Blick»-Styling-Kolumnist, Modeberater der TV- und Medienpromis – sagt, worauf es beim Outfit ankommt.

PV.CH: What does the parade’s motto «move your mind» mean to you?
Lilley: Basically: Open your mind! Taking a look at things from a different angle, no boundaries, a carte blanche to do what you want. Explore things in a different way, if you want to be so daring.

What should a Mister or Miss Street Parade stand for?
Street style – cool, funky, not quite the norm, breaking away from convention, leaving the conservative behind, get down, get funky, let your hair down, show your stuff. It‘s all about sex.

And by what criteria will you judge this?
The visual, of course: outfit, combination – candidates should look like they can dance until dawn. Also they should express personality, have positive energy!

What are the «in and outs», the «do and don‘ts»?
Street parade is not carnival, it‘s not mardi gras. So don’t do glitter or blue lips! It‘s not disney land. Oh, I hate blue paint! Of course, anybody can come as they like; but as an institution, street parade asks for a certain style. Be a little sexy is a definite do!

How will Tanja Gutmann and you work together in this pageant?
So far, we’ve only had a brief meeting. It should work like this: Tanja is the «Moderatorin», she’ll interview the candidates, while I‘ll let my professional eye over  the candidates‘ bodies and comment on thongs and chains – in Swiss German. Together we’ll choose the «geilste» outfit.

And personally you’ll show up dressed in …
… no latex, no leather, mind you. Maybe something jungle, tribal, naval, military. I want to be comfortable and have my arms free.

Media work has made you quite a celebrity. Do you get approached in the street?
Occasionally I get asked by supermarket cashiers: «Han ich Sie nöd im Fernseh gseh?». And at parties, I get glanced at and feel under discussion. However, I‘m not Sven Epiney! I‘m just doing my job.

Die Street Parade 2006 wird die grösste Übertragung in der Geschichte von Tele Züri. Es setzt ein: 13 fixe Kameras, 1 Kamera-Heli, 3 Moderationsplätze, mehrere Moderatoren, VJs, Funkreporter. Gesendet wird von 15 bis 21 Uhr und im Verbund mit Partnersendern in der gesamten Deutschschweiz. (sut.)

Erfasst von admin am 24. Juli 2006

Leibblatt unserer Politiker: Tagi

Dass Parlamentarier während der Debatten Zeitung lesen statt ihren Gespändli zuzuhören, wissen wir vom letzten Besuch im Rathaus oder aus der TV-Übertragung. Doch worin sie sich vertiefen und ob sie nicht vielleicht «NZZ mit» («Blick» versteckt in der NZZ) lesen, ist auf Distanz schwierig zu sehen.
   Deshalb hat Gaudenz Weber – Journalist und Publizistik-Wissenschafter – den 180 Zürcher Kantonsräten einen Fragebogen zukommen lassen. Der Rücklauf von 105 ist repräsentativ (die anderen 75 lesen wohl nicht).
   Die Auswertung hat ergeben: Beim Tagi bleiben die Politiker dran. Das entnehmen wir – natürlich – der Samstagsausgabe des «Tages-Anzeiger», der es mit stolzem Unterton vermeldet.
   Demnach ist der TA unter den für die politische Tätigkeit täglich genutzten Medien bei den Kantonsräten Spitzenreiter mit 69 Prozent. Die alte Tante NZZ folgt mit 46 Prozent abgeschlagen auf Rang 2, dahinter kommen die Regionalzeitungen, «20 Minuten» erreicht bloss 13.5 Prozent, «Heute» gabs noch nicht.
   Das SVP-Parteiorgan «Weltwoche» verzeichnet immerhin 18 Prozent, das linke Kampfblatt «Blick» dagegen nur marginale 3 Prozent.
   Bei den Sonntagstiteln musste sich der Tamedia-Titel «Sonntagszeitung» allerdings durch die hübsche Nichte der alten Tante geschlagen geben: Die NZZaS führt mit 4 Prozentpunkten Vorsprung. (sut.)

Erfasst von admin am 22. Juli 2006

Was Döpfner kann, kann Köppel noch lange

Der Springer-Verlag, bei dem Roger Köppel (41) «Welt»-CR ist, hat diese Woche die Welt mit der Nachricht überrascht, ihr Vorstandsvorsitzender kaufe für 52 Millionen Euro einen Aktienanteil und werde Mitbesitzer. Was sein oberster Boss kann, kann Roger Köppel offenbar noch lange. Heute wird gemeldet, Köppel übernehme per Januar 2007 Aktien der zu gründenden Weltwoche AG. Allerdings gibt er sich nicht wie Döpfner mit 2 Prozent der Aktien zufrieden. Köppel übernimmt eine Mehrheit. Der Preis dürfte jedoch um Welten von dem des Springer-Pakets entfernt sein. Und noch eine News: Köppel beendet offenbar sein Gastspiel in der Bundesliga und kommt nach Zürich zurück. Er übernimmt die Chefredaktion der «Weltwoche» persönlich, ab Oktober 2006, für den bisherigen CR Jürg Wildberger wird per sofort eine neue Aufgabe innerhalb der Jean Frey AG gesucht, Köppels Nachfolger bei der «Welt» wird ein 60-Jähriger, der Politik-Chef der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» Thomas Schmid.  Eben noch hat Roger Köppel im Tele-Züri-Talk gegenüber Markus Gilli gesagt, es gebe keine konkreten Pläne, in die Schweiz zurückzukehren. So schnelllebig sind die Medien heute. (sut.)

ps. Und was meint Springer-Vorstandsboss Mathias Döpfner zur Sache? In einer ersten Reaktion zeigte er Verständnis dafür, dass einer der Herausforderung, sich publizistisch und zugleich unternehmerisch zu engagieren, nicht widerstehen könne – was wir uns ja noch halb gedacht haben …

Erfasst von admin am 22. Juli 2006

Bankangestellte gewinnt Casting

Die erste Stellenbesetzung per Castingshow ist ausgestanden: Nachfolgerin von Andrea Jansen als Moderatorin von «Joya rennt» ist die ZKB-Angestellte Sheril Leemann aus Zürich. Die 23-Jährige mit Wurzeln in Sri Lanka hat sich in einem wochenlangen, auf Sat 1 ausgestrahlten Casting gegen 400 Mitbewerber durchgesetzt. Der «Gewinn» des TV-Jobs ist live in einem Berner Klub verkündet worden. Ab 15. September wird Sheril nun wöchentlich Flirtwillige in die Ferien schicken. Die zweite grosse Bewerbungsshow – die um den Hilfsmoderatorenjob von «Glanz & Gloria» – läuft auf SF bis 8. Dezember weiter. (pv.ch)

Erfasst von admin am 22. Juli 2006

Das Kind ist da!

Der Bauch der schwangeren Tele-Züri-Wetterfee Jeannette Eggenschwiler (40) hat international Schlagzeilen gemacht – oder besser gesagt, die zum Teil stark ablehnenden Reaktionen, welche die Moderatorin erhalten hatte, als sie den Baby-Bauch während der Vorhersage stolz und unverhüllt zeigte. Eggenschwiler hatte auf die Anfeindungen souverän reagiert. In Interviews, die sie bis nach England geben musste, beschrieb sie Schwangerschaft als etwas Schönes und freute sich darob. Und nun ist der Bauch also weg. Am Dienstag hat sie in der Zürcher Klinik im Park ein gesundes Söhnchen zur Welt gebracht. Vater ist der Tele-Züri-VJ Dani Graf (30). Die beiden schliessen Heirat nicht aus. Eggenschwiler will nach der Baby-Pause weiter das Wetter präsentieren. Aus erster Ehe mit Komiker Peach Weber hat sie bereits die 11-jährige Tochter Nina. (pv.ch)

Erfasst von admin am 21. Juli 2006

Hochzeitsglocken bei der «Schweizer Illustrierten»

Der Chefredaktor und die Unterhaltungschefin der SI geben sich das Jawort. Marc Walder und Susanne Timm, die schon länger ein Paar sind, heiraten im September, wie der Klein Report meldet. (pv.ch)

Erfasst von admin am 19. Juli 2006

«Travel Inside» – die Tausendste

Diese Woche ist die 1000. Ausgabe der Fachzeitschrift der Schweizer Tourismusbranche erschienen. Die Nummer kommt in edlem Gold daher, mit nur gerade einer Zahl auf dem Titelblatt: 1000.

Seit 20 Jahren berichtet «Travel Inside» über Veränderungen und Trends der Branche im permanenten Umbruch. Es gibt wohl kein Land der Erde, das nicht schon von einem TI-Redaktor bereist worden wäre. Bundesrat Joseph Deiss schreibt im Grusswort: «Die Tourismusbranche kann auf zählen. Ich gratuliere der Redaktion zur ausdauernden Leistung. Sie trägt wesentlich dazu bei, dass Reisen auch in Zukunft den Menschen Glücksmomente beschert.»
   «Travel Inside» mit Sitz in Zürich ist 1986 von Herausgeber Angelo Heuberger gegründet worden. Es beschäftigt sich mit dem so genannten Outgoing Tourismus. Sein Konzept lautet «kurz, kompetent, kritisch». Es setzt stark auf People und Fotos. Zum Unternehmen Primus Verlag gehören heute weitere Titel, Sonderhefte und Aktivitäten. (pv.ch)

Ein 124 Seiten starkes Jubiläumsheft kann per e-Mail bestellt werden bei natalie.ischi@travelinside.ch. Für den Versand werden 5 Franken verrechnet.

Erfasst von admin am 19. Juli 2006

Kein Verfahren gegen SoBli-Chef

In der «Cicero»-Affäre wird es kein Gerichtsverfahren geben. Es bestehe kein hinreichender Verdacht, hat das zuständige Gericht in Potsdam entschieden.

Die Staatsanwaltschaft hatte den «Sonntagsblick»-Auslandchef Johannes von Dohnányi sowie den «Cicero»-Journalisten Bruno Schirra der Beihilfe zum Geheimnisverrat beschuldigt. Demnach soll von Dohnányi Informationen über den (mittlerweile von den Amerikanern getöteten) Terroristenführer al-Zarquawi aus dem Bundeskriminalamt zugespielt erhalten und diese Schirra gesteckt haben. Dieser veröffentlichte sie in einem Artikel in der April-Ausgabe 2005. Das Gericht befand jetzt jedoch, die Informationen seien bereits früher im Buch eines französischen Journalisten zitiert worden und hätten deshalb gar nicht mehr verraten werden können.
   Die Strafuntersuchung, bei der die «Cicero»-Redaktion durchsucht worden war, hatte heftigen Protest der Medien und Journalistenverbände ausgelöst. Nach dem Gerichtsentscheid spricht der Von-Dohnányi-Anwalt gegenüber der DPA nun von einer «schallenden Ohrfeige» für die Staatsanwaltschaft.
   «Cicero», das «Magazin für politische Kultur», ist der Prestigetitel von Ringier. Er erscheint in einer Auflage von 66’474 Exemplaren. (sut.)

Erfasst von admin am 17. Juli 2006