Das iPad, das elektronische Tablett von Apple, findet grossen Absatz. Gerade Werber, Zeitungsmenschen und PR-Fachleute sieht man kaum noch ohne den coolen Schachbrett-Computer herumlaufen. Doch was macht man damit überhaupt? Ist das ganze nur Spielerei oder kann man damit richtig arbeiten? "persoenlich.com" hat verschiedene User aus der Kommunikationsbranche dazu befragt und verabschiedet sich damit in die zweiwöchige Sommerpause. Zur Umfrage: Mehr»
SF: Teenie-Serie soll mehr Frische ins Programm bringen
In wenigen Tagen startet der Tagi mit seinen Regional-Splits. Je nach Zustellort erhalten die TA-Abonennten einen zusätzlichen Bund mit Regionalnews. Eigentlich eine Aufwertung des Tagi-Abos. Trotzdem löst die Änderung bei der Leserschaft offenbar nicht nur Freude aus, wie TA-Redaktoren presseverein.ch berichten. So sollen einzelne Leser aus Gebieten, in denen der Zeitung kein Regionalsplit beiliegt, monieren, dass sie für weniger Leistung gleich viel bezahlen müssen wie Abonnenten mit Regionalbund. Es sei schon vorgekommen, dass Teilrückerstattung des Abo-Betrags gefordert worden sei. Leser in an die Stadt angrenzenden Gemeinden oder klar auf die Stadt ausgerichteten Wohnorten ärgerten sich, weil sie nicht den Stadt-Split erhalten. Einige Leser hätten gerne einen Split aus einer anderen Region, was technisch nicht machbar sei. Ein Teil der TA-Redaktion befürchtet, dass diese Probleme rund um die Regionalisierung zumindest zu Beginn bei einem Teil der Leserschaft zu Ärger führen. (pv.ch)
Diese News schlug selbst in der hart gesottenen Boulevardfraktion der Presseverein-Klatschrubrik ein wie eine Bombe. Wie bitte?!? Roger Schawinski holt mit Anna Maier nicht nur eine talentierte Schweizer Moderatorin, sondern zugleich auch seine Lebenspartnerin zu Sat1? Natürlich wäre bei einer derart brisanten Meldung Vorsicht und genaues Überprüfen notwendig – würde es sich bei der Quelle nicht um die offizielle Website des von Schawinskis Sat1 mitveranstalteten Deutschen Fernsehpreises handeln. Und die werden ja wohl wissen, wer da so an der Seite eines ihrer Chefs über den roten Teppich wandelt. So also drucken wir nur ungläubig staunend ab, was wir da als Bildlegende auf www.deutscherferinsehpreis.de gelesen haben: «Der Überraschungsauftritt des Abends: Sat.1-Geschäftsführer Dr. Roger Schawinski mit seiner Lebensgefährtin Anna Mayer» (sic) Na, wenn das mal keine Überraschung ist! (pv.ch)
Mit einer spektakulären Aktion vor den Toren von SF haben Darsteller und Crew von «Lüthi & Blanc» am Donnerstagmittag das nahende Ende ihrer Schoggi-Soap in Erinnerung gerufen. Bei Leidmahl und Trauermusik wurde die «Beerdigung» von «Lüthi & Blanc» begangen – begleitet von einer Schar rechtzeitig bestellter Medienleute. Auf einem mitgeführten Grabstein hiess es zur Todesursache der Soap: “In Folge eines Direktorenwechsels tödlich verunfallt.” Reichlich Giftpfeile wurden deshalb in Richtung SF-Direktorin Ingrid Deltenre verschossen. Auf mitgeführten Transparenten war unter anderem die Botschaft “Sie muss weg” zu lesen. Bei aller Originalität der Aktion konnte sich der eine oder andere Zaungast des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass nicht nur die Trauer der «Lüthi & Blanc»-Crew ziemlich ausgeprägt sein muss: Die eigene Absetzung derart dramatisch zu zelebrieren und in den medialen Mittelpunkt zu rücken, deutet zumindest auch auf ein durchaus intaktes Selbstbewusstsein hin.(pv.ch)
Wie nutzen Medienschaffende Search engines? Das untersuchte der Berner Medienwissenschafter Christian Mignot am Beispiel der Deutschschweizer Journalistinnen und Journalisten.
Die Facharbeit wurde am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Bern erstellt. Mignot wählte Journalisten, weil das Internet für sie zu einem wichtigen Arbeitsinstrument geworden ist. An 1900 Journalisten aus den Reihen von ZPV und Impressum ist ein ausführlicher Fragebogen verschickt worden. Die Rücklaufquote betrug etwas unter 10 Prozent. 62 Prozent der Antwortenden sind männlich, 38 Prozent weiblich. Da der Frauenanteil im Beruf erst 32 Prozent beträgt, sind Frauen übervertreten. Ein Drittel arbeitet bei Tageszeitungen, der Rest in zehn verschiedene Medientypen. Als Vergleich die Internetnutzung in der Schweiz allgemein: 83% nutzen das Netz für e-Mails, 70% für Suchmaschinen, 43% für News. Aus anderen Studien ist von Schweizer Journalisten bekannt: 92% Prozent nutzen das Internet mindestens einmal täglich, 53% der Medienschaffenden verbringen gar mehr als eine Stunde pro Tag mit dem Web. Suchmaschinen sind mit grossem Abstand die durch Journalisten meist genutzten Websites. Nun zu den Ergebnissen der Studie «Suchmachinennutzung in der Schweiz am Beispiel der Deutschschweizer Journalistinnen und Journalisten»: Ein Viertel der Antwortenden verbringt täglich über 3 Stunden im Netz. 80% rufen mehrmals täglich eine Suchmaschine auf. Google ist dabei am beliebsten. 99% benutzen Google täglich, 46% nutzen Search.ch täglich, 25% nutzen Yahoo (Mehrfachantwort möglich). Über ein Viertel der Deutschschweizer Journalisten nutzen eine Suchmaschine gar als Startseite. Medienwisschenschafter Christian Mignot geht in seiner Studie auch der Frage nach, weshalb Google so dominant ist. Denn Journalisten kennen fast alle auch andere Suchmaschinen. Die Umfrage zeigt: Ausschlaggebend sind einfache Bedienung und vor allem der Gewöhnungseffekt. Ebenfalls wichtig: Google ist von den Medienschaffenden als erste Maschine genutzt worden, und seither sehen sie offenbar keine Notwendigkeit umzusteigen. «Weil ich Google schon immer benutzte», ist die etwas simple, aber von 70% genannte Erklärung für die Beliebtheit von Google. Trotz der übermässig häufigen Nutzung werden andere Dienste von Google kaum verwendet, viele Medienschaffende kennen sie nicht einmal. Wenig erstaunlich wissen Journalisten dafür besser mit Suchhilfen, Operatoren, präzisierenden Einstellungen umzugehen als der Durchschnittsnutzer. Die Deutschschweizer Medienschaffenden stellen Google mit 5.25 eine sehr gute Note aus.(pv.ch)
Es geht um die Abschaffung der regionalen Sektionen bei Impressum, um die wahren Gründe, weshalb Medienschaffende einer Standesorganisation beitreten und um die Diskussion, ob man ein Vereinsorgan heutzutage wirklich drucken muss oder nicht auch günstig per e-Mail den Mitgliedern zukommen lassen kann.
Fazit Nr. 1: Die Sektion ist schon recht, aber wenn es sie nicht mehr gäbe, sondern nur noch die Mitgliedschaft beim nationalen Verband Impressum wäre das auch nicht weiter schlimm. Fazit 2: Eine eindeutige Mehrheit gibt als Motiv für die Mitgliedschaft bei der Journalistenorganisation die Vergünstigungen an, den Rechtsschutz und den Presseausweis. Fazit 3: Beim Mitgliederbeitrag (der in Bern tiefer ist als in Zürich) scheint die Schmerzgrenze erreicht zu sein. Fazit 4: Längst nicht alle sind persönlich auf einen GAV angewiesen, doch wenn der Verband für diese Kollektivregelung kämpft, stehen sie dahinter. Fazit 5: Der Klatsch auf der Website von Impressum Bern spaltet die Mitglieder in drei fast gleich grosse Gruppen: solche, die das Branchengeflüster konsultieren, solche, die es nicht interessiert, und solche, die dazu keine Angabe machen wollen. Fazit 6: Die Berner publizieren ihr Vereinsorgan «Journimail» aus Kostengründen nicht mehr in gedruckter Form, sondern mailen es den Mitgliedern im PDF-Format. Die Mitglieder akzeptieren das. Ihnen genügen 4 Ausgaben pro Jahr durchaus.
10 Prozent der 700 Berner Mitglieder haben sich an der Umfrage beteiligt, was als guter Rücklauf gilt und allgemeine Schlüsse zulässt. (pv.ch)
Eine Pharmafirma bietet eine Weiterbildung für Fachjournalisten an. Ein Studienleiter eines Medienausbildungszentrums koordiniert die Dozenten. Eine Gewerkschaft entrüstet sich. Gemeint sind Pille-Hersteller Schering, das MAZ, die Comedia. Nachzulesen in der aktuellen Gewerkschaftszeitung. Die Gewerkschaft Comedia war offiziell nicht vor Ort. Die Standesorganisation Impressum hingegen hatte einen Beobachter am Anlass. Fazit: Aus standespolitischer Sicht eine unbedenkliche Weiterbildung. Die Dozenten waren nicht von Schering und referierten – mit einer deklarierten Ausnahme – neutral und zu allgemeinen Themen. Die Medienhäuser bezahlten eine Kostenpauschale für ihre Teil nehmenden Journalisten. Der MAZ-Studienleiter begleitete den Kurs kritisch und hinterfragend. Die Teilnehmer selbst waren gestandene Journalisten aus renommierten Redaktionen und Fachzeitschriften. Name und Schriftzug von Schering kamen ausser auf dem Notizpapier kaum vor. Alles in allem eine Weiterbildung, die Hintergrundwissen und Insights in die Pharmabranche bot, aber keine Einseifübung für naive Medienschaffende war. (sut.)
Bald macht der «Tages-Anzeiger» den Laden früher dicht. Bisher kannte die Zeitung zwei so genannte Abschlusszeiten: A1 um 21.30 Uhr (für die Mitternachtausgabe, die in Zürcher Restaurants und auf öffentlichen Plätzen verkauft wird, sowie für die Ausgabe in der entfernten Schweiz) und A2 um 00.30 Uhr (normaler Tagi der Frühzustellung). Im Zuge der Umstrukturierung um den 6. November wird nun der A1-Redaktionsschluss abgeschafft. Neu gibt es nur noch eine Abschlusszeit. Diese wird auf ca. 23.30 Uhr vorverlegt. Der Tagi wird in Zukunft also um eine Stunde weniger aktuell sei. In Ausnahmefällen wie bei US-Präsidentschaftswahlen kann die Deadline aber wie bisher schon deutlich verzögert werden. Unter den TA-Journalisten herrscht Uneinigkeit, wie die neuste Massnahme einzuschätzen sei. Während die einen froh sind, Zeit zum Schreiben bis 23.30 Uhr zu haben und nicht für die 21.30-Uhr-Deadline halb ausgegorene Texte abgeben zu müssen, trauern die anderen der internationalen Aktualität nach, welche durch die Vorverlegung von 0.30 Uhr auf 23.30 Uhr geopfert wird. (pv.ch)
Die europaweit in die Schlagzeilen geratene Klassik-Gruppe «Swiss Tenors» hat den mit Spannung erwarteten Auftritt absolviert. Vom umstrittenen «Natascha»-Song haben sie jedoch lediglich die erste Note gespielt. Medien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren nach Winterthur gefahren, um im «Zelt» die Uraufführung des künstlerisch leicht veränderten Falco-Songs «Jeanny» zu erleben, der so verblüffend auf den Entführungsfall Kampusch passt. Die Tenöre spannten den Bogen von Oper bis Schlager und hielten die Spannung um «Natascha» drei Stunden aufrecht. In Anspielungen erwähnten sie das riesige Medienecho von Dänemark über Berlin und Wien bis nach Korea und die heftigen Reaktionen in Online-Foren und auf Lokalsendern auf das angekündigte «Jeanny»-Remake. Das Konzert ging dem Ende entgegen. Das Publikum forderte Zugaben. Eine, zwei, drei. Dann kam es. Oder eben nicht. Die Sänger erklärten, sie dürften «Natascha» nicht aufführen, weil der Verlag des Original-Songtextes noch nicht entschieden habe, ob er die Rechte herausgebe oder nicht. Der Pianist spielte die erste Note von Falcos Hit – und ging dann nahtlos zur letzten Zugabe über. Für die «Swiss Tenors» gab es langen Applaus – bei den Journalisten dagegen lange Gesichter. Es war, als hätten ihnen die «Swiss Tenors» den Spiegel vorgehalten. Ihre Schlagzeilen-Versessenheit, die sich blindlings noch auf die kleinste Nebensächlichkeit im Fall Natascha K. stürzt, war ins Leere gelaufen. Der «Landbote» schrieb: «Nach em Räge schint d Sunne {…} bildete das Motto für den Liederabend, der den Swiss Tenors keine Buhrufe, sondern Standing Ovations bescherte.» Und die «Sonntags-Zeitung»: «So geputzt und gestriegelt wie die Swiss Tenors im Scheinwerferlicht stehen, können das keine Provokateure sein. Doch untern den 800 Zuschauern sind mindestens 100 Medienleute. Die Schweiz hat einen Kulturskandal. {…} Ein Ziel haben die Tenors erreicht: Ihr Schwiegersohn-Image sind sie los.» Die drei Künstler hatten immer deklariert, Gesellschafts- und Medienkritik zu betreiben. Wohl nicht umsonst hatten sie für die Nicht-Aufführung «Das Zelt» gewählt, das bekannt ist für die Verbindung von Musik und Comedy. Den Medienschaffenden blieb nichts übrig, als noch ein wenig das Publikum an der «Zelt»-Bar zu befragen und dann nach Hause zu fahren. Der RTL-Reporter zu den Tenören: «Aber ihr singt es dann nicht, wenn wir schon weg sind!»(zvg)
Besprechung des Südanflug-Sachbuchs «Geplagt und enteignet» von Ex-Kassenstürzler Urs P. Gasche (Hrsg.) im Orell-Füssli-Verlag
Bundespräsident Moritz Leuenberger reist am 31. Oktober nach Berlin. Mit dem deutschen Verkehrsminister wird er über die Anflüge auf den Flughafen Zürich verhandeln. Als Berichterstatter werden auch zahlreiche Journalisten dabei sein.
Im Vorfeld hat Urs P. Gasche – selber ein Lärm-Opfer, das aus der Südschneise wegziehen musste – ein Sachbuch publiziert. Für Journalisten ist es beste Bordlektüre auf dem Weg nach Berlin, beleuchtet es doch neue Aspekte und bringt unveröffentlichtes Material. Vor allem aber gibt Gasches Werk den weit über 100‘000 Menschen in den direkten Anflugschneisen eine Stimme. In 20 kurzen und aussergewöhnlich spannenden Beiträgen wird die Chronik des Widerstands nachgezeichnet. Überschriften wie «Meine erste Demo» oder «Unser täglicher Kriegslärm» mögen naiv klingen, doch die Schilderungen und Beiträge sind fundiert und gut geschrieben. Kein Wunder: In der Südschneise wohnt das Bildungsbürgertum, und das Autorenverzeichnis wartet mit illustren Namen wie Klaus J. Stöhlker oder Francis Hodgskin auf. Journalisten werden beim Lesen auch auf bekannte Namen von der Leserbriefseite stossen. Beeindruckend, wie Bürger sich organisieren und auf legale Art einen als illegal vermuteten Zustand bekämpfen. Auch wenn «Geplagt und enteignet» ganz aus der Perspektive der Betroffenen geschrieben ist, bringt es doch erstaunliche Tatsachen an den Tag. Das Buch zeigt, wie die Obrigkeit ganz wörtlich über die Köpfe von Menschen hinweg entscheidet. Eine Aussage ist: Nicht nur Reiche sind betroffen, sondern vor allem Menschen aus dem Mittelstand. Um viele Leser zu erreichen, verbilligt die Stiftung gegen Fluglärm das Buch daher um 10 Franken. (pv.ch)
«Geplagt und enteignet», Urs P. Gasche (Hrsg.), Orell-Füssli-Verlag, CHF 19.80, ISBN 3-280-05211-2
Das Sonnenscheinparadies Zypern ist diesen Sommer ins Zentrum des Weltgeschehens gerückt. Mit ihrer bekannten Gastfreundschaft haben die nur 700‘000 Zyprioten Tausende internationaler Flüchtlinge des Libanonkriegs aufgenommen. Darunter mehrere Hundert Schweizer. Viele Zürcher Journalisten flogen sofort hin und berichteten von Zypern.Wegen der Nähe bei gleichzeitiger Sicherheit ist die Insel auch beliebter Sitz von Schweizer Nahost-Korrespondenten. Und nun ist Zypern Gastland des Presseballs. Die Ferieninsel mit 300 Sonnenscheintagen im Jahr bringt mediterranen Touch an den glamourösen People-Anlass im Zurich Marriott Hotel. Motto, Dekoration, Kulinarik und teilweise auch die Show sind vom Aphrodite-Kult der Insel geprägt. Die schönste Zypriotin, Miss Mittelmeer, wird die Traumpreise der Tombola ziehen. Aber auch Politiker, Botschafter und Journalisten des kleinen EU-Landes werden am Presseball auf ihre Schweizer Pendants treffen. (pv.ch)
Die 77. Ausgabe des traditionsreichen Wohltätigkeitsanlasses findet am 28. Oktober 2006. Der Presseball ist eine öffentliche Benefiz-Veranstaltung mit zahlreichen Prominenten und Pressevertertern. Karten können über www.presseball.ch oder über Telefon +41 (0)43 960 70 68 bestellt werden. Gut zu wissen: ZPV-Mitglieder kriegen pro Paar 200 Franken Rabatt.